Wasserproblematik unserer Siedlung.
Entwässerungssituation 2026– Bewertung der ersten Maßnahme und notwendige nächste Schritte:
Nach acht Jahren der Ankündigungen und Planungen wurde im Sommer 2026 eine erste Maßnahme am Hauptgraben umgesetzt. Trotz dieses Schrittes zeigt sich deutlich, dass die Ausführung in wesentlichen Punkten unzureichend ist und keine nachhaltige Verbesserung der Entwässerungssituation bewirkt.
Die Umstellung von Teilbereichen des Rohrsystems auf offene Gräben zwischen Vorfluterbecken und Teltowkanal ist grundsätzlich sinnvoll. Allerdings wurden entscheidende technische Anforderungen nicht berücksichtigt.
Die Rohreinbindungen sind ungeschützt ausgeführt worden, wodurch eine schnelle Versandung und Verstopfung zu erwarten ist. Noch gravierender ist das Fehlen der zugesagten Rückstauklappe zum Teltowkanal.
Die aktuelle Situation vor Ort zeigt klar: Das gesamte Grabensystem liegt unterhalb des Wasserspiegels des Teltowkanals, die tiefste Rohreinbindung sogar rund 37 Zentimeter darunter. Ohne Rückstausicherung wird sich der Wasserstand zwangsläufig am Kanalpegel orientieren – eine wirksame Entwässerung ist so nicht möglich.
Daraus ergibt sich folgender zwingender Handlungsbedarf:
- Einbau einer funktionierenden Rückstauklappe zum Teltow-Kanal als kurzfristige Sofortmaßnahme
- Technische Sicherung aller Rohreinbindungen, um Versandung und Funktionsverlust zu verhindern
- Überprüfung und ggf. Korrektur der Höhenverhältnisse im gesamten Grabensystem
- Erarbeitung und Umsetzung eines Schöpfwerkskonzepts, um insbesondere in den Wintermonaten eine aktive Wasserregulierung zu ermöglichen
- Verbindlicher Zeitplan für Planung, Nachbesserung und Umsetzung weiterer Maßnahmen
- Transparente Kommunikation gegenüber den Anwohnern über Fortschritte und konkrete nächste Schritte
Ein Schöpfwerk muss dabei nicht ganzjährig betrieben werden, ist jedoch in den niederschlagsreichen Wintermonaten zwingend erforderlich, um den Wasserstand aktiv zu kontrollieren und Schäden zu vermeiden.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen deutlich: Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept führen nicht zum Ziel. Es bedarf jetzt einer konsequenten, fachlich fundierten und vollständig umgesetzten Lösung.
Die Anwohnerschaft erwartet, dass die bestehenden Mängel kurzfristig behoben und die notwendigen Maßnahmen verbindlich eingeleitet werden.
Hier Bilder vom 20. April, mit den erforderlichen Maßnahmen der Anlieger
Nachfolgend die Schilderung der Eigeninitiative durch die Anwohner, ab dem 11. Januar 2025
Die Anlieger haben über 200 Meter Schläuche verlegt und ihre Pumpen angeschlossen, um das Wasser bis in den Teltowkanal abzuleiten. Diese Maßnahmen sind notwendig geworden, da die Befürchtungen vor Überschwemmungen wieder sehr groß sind, die ersten Grundstücke stehen schon unter Wasser.
Die Verzweiflung unter den Einwohnern wächst, da sie sich erneut allein gelassen fühlen.
Fehlende Unterstützung seitens der Gemeinde
Obwohl die Gemeinde wiederholt Unterstützung zugesagt hat, bleibt die Umsetzung aus. Die Anwohner sind gezwungen, selbst Lösungen zu finden und die damit verbundenen Kosten zu tragen. Diese Situation führt zu Frustration und einem Gefühl der Hilflosigkeit.
Aussicht
Die drängende Frage bleibt, wann die Gemeinde endlich aktiv wird und nachhaltige Maßnahmen zur Entlastung der Anwohner ergreift. Bis dahin werden die Menschen weiterhin improvisieren müssen, um sich vor den drohenden Überschwemmungen zu schützen. Es ist dringend notwendig, dass die Verantwortlichen handeln und die zugesagten Maßnahmen umsetzen, um den Anwohnern ihre Sorgen zu nehmen.
Grundsätzliche Fragen sind, warum steht hier immer wieder das Wasser? Warum Wasserproblematik?
Ursachen und Zuständigkeiten….
In vielen Gegenden wird in den letzten Jahren über eine zunehmende Trockenheit geklagt,
in unserer Siedlung ist leider das Gegenteil der Fall.
Ganze Flächen stehen immer wieder unter Wasser, komplette Grundstücke bis hin zu Kellern von bewohnten Häusern sowie Wohnflächen selbst.
Warum ist das aber so?
Erst einmal etwas zur Historie und zum Grundverständnis der Situation:
Vor dem Bau des Teltowkanals, der 1906 fertiggestellt wurde, war das Gebiet unserer Siedlung am Rande der „Bäke“, das mit seinem Wasser auch unser Gelände, damals den „Heinersdorfer Wiesen“ zugehörig, überdeckte. Östlich anschließend gelegen war der Schöner See, dieser wurde beim Kanalbau verfüllt und in unserem Bereich gab es Aufschüttungen. Um hier überhaupt Grundstücke anlegen zu können, wurde ein Grabensystem zur Entwässerung des Geländes hergestellt. Seit der Entstehung unserer Siedlung im Jahre 1924 war und ist bis heute die wichtigste Maßnahme, um die Grundstücke trockenes Fußes nutzen zu können, diese Gräben zu pflegen und zu erhalten.
Die Zuständigkeit zum Erhalt der Gräben war von Anfang an bis heute eindeutig geregelt, innerhalb der Grundstücke sind es verpflichtend die Privateigentümer, außerhalb der Grundstücke, die Verrohrungen unter den Straßen, und letztendlich der wichtigste Abschnitt, der Hauptgraben und die Verrohrung bis hin zum Teltowkanal, ist die Gemeinde Kleinmachnow zuständig.
Warum der wichtigste Abschnitt?
Das Wasser der gesamten Siedlung muss ja irgendwo bleiben, es muss zwingend in den Teltowkanal abgeleitet werden, um einen Entwässerungseffekt zu erzielen. Dafür gibt es eine Rohrverbindung zwischen Hauptgraben und dem Teltowkanal.
Jahrzehnte, seid 1924 funktionierte dies sehr gut.
Wenn man sich jedoch den jetzigen Zustand der Anlagen ansieht, ist das ein sehr ernüchternder Anblick. Die halbe Siedlung steht jeden Winter unter Wasser, die Straßen sind aufgeweicht, ganze Seenlandschaften entstehen immer Wieder.
Auf den privaten und auch auf Grundstücken der Gemeinde ist nicht alles so wie es sein müsste.
Aber das Hauptproblem ist die Wasserabfuhr in den Teltowkanal. Zuständig dafür ist hier die Gemeinde Kleinmachnow, mit der wir diesbezüglich seit Jahren in Kontakt stehen, hier besteht dringender Handlungsbedarf. Eine Bereitschaft uns zu helfen, ist leider nicht zu erkennen. Die zuständige Fachabteilung in der Verwaltung veanlast keine zielbringenden Maßnahmen.
Wir können nicht jahrelang auf Entscheidungen und Abstimmungen der Verwaltung warten, wenn unsere Grundstücke jedes Jahr erneut unter Wasser stehen. Für uns ist das jedes Mal eine extreme Notlage, es betrifft hier auch dauerbewohnte Grundstücke und Häuser mit Kellern bis sogar Wohnbereiche, in denen das Wasser steht und nicht nur die Grundstücke selbst.
Hier die Darstellung vom Hauptproblem, dass gegenteilige Gefälle (14cm) der Rohrleitung, mit der letztendlich das gesamte Wasser der Siedlung in den Teltowkanal abgeleitet werden soll und muss. Gesehen zum durchschnittlichen Wassersand vom Kanal, in Betracht Ziehung vom Wellenschlag bei vorbeifahrenden Schiffen, lässt es hier kein abfließen mehr zu, im Gegenteil, Wasser vom Kanal wird in unser Grabensystem gedrückt.
Seit Jahren schon pumpen wir selber Wasser ab, aktuell haben wir beeindruckende 220 Meter Schläuche verlegt und pumpen jetzt direkt in den Kanal, zahlreiche Pumpen laufen rund um die Uhr.
Veröffentlichung, 23.02.2024, auf whatz-ab.de
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Bilder der Situation, aus 2024
Vergrößerung der Bilder durch anklicken der linken Mausseite möglich
Auch der freiwilligen Feuerwehr Kleinmachnow sind die Hände gebunden,
wie so oft geht es um Geld und damit wieder um Entscheidungen der Gemeinde.
Die Kameraden waren aber so nett und haben uns
Schläuche zur Verfügung gestellt, sehr herzlichen Dank dafür.
Die Gemeinde hat im Frühjahr 2024 ein Ingenieurbüro beauftragt, um neue Konzepte zur Entwässerung zu entwickeln, es wurde eins erarbeitet und vorgestellt, total überzogen, die Umsetzung wäre mit einen sehr großen finanziellen Aufwand verbunden.




















